Musterung bundeswehr stufen

Mit der Veröffentlichung des siebenten Besoldungsänderungsgesetz ist eine grundsätzliche Änderung im Bereich der Erfahrungsstufen inkraftgetreten. Davor war das Aufsteigen in Erfahrungsstufen grundsätzlich erst nach Vollendung des 21. Lebensjahres möglich. Jetzt zählt die Zeit ab Ernennung zum als Soldat oder Soldatin auf Zeit. Ganz toll, wieder einmal eine Attraktivitätssteigerung für Neueinsteiger. Ich bin seit über 30 Jahren Soldat und die Umstellung von Dienstaltersstufen auf Erfahrungsstufen im Jahre 2009 hat mich auf die gesamte Laufzeit gerechnet 3800 Euro gekostet. Ich bin mit 17 Jahren eingestiegen und nach der genannten Umstellung 2009 galt meine 1. Erfahrungsstufe ab dem 21. Lebensjahr. Und jetzt ist das Gesetz wieder geändert worden und die Erfahrungsstufen gelten für alle NEUEINSTEIGER ab dem 17. Lebensjahr. Die Erfahrungsstufen der Grundgehälter der Soldatinnen und Soldaten wurden mit Wirkung zum 01. Januar 2016 durch das siebente Besoldungsänderungsgesetz neu strukturiert.

Es entfällt die bisherige Bezugnahme auf die Vollendung des 21. Lebensjahres als Startpunkt für den Aufstieg in den Stufen. Nunmehr gilt die gesamte Zeit ab Einstellung als Soldat oder Soldatin auf Zeit als Erfahrungszeit. Die zweite Erfahrungsstufe wird bei jungen Soldatinnen und Soldaten früher erreicht. Auch Langdienende steigen schneller in höhere Stufen auf, da die bisherigen Stufenverlängerungen ab Stufe 4 beziehungsweise ab der Besoldungsgruppe A 8 entfallen. Die Stufenlaufzeiten der Soldaten werden denen der Beamten angeglichen. In Erfahrungsstufen werden grundsätzlich nur Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten eingewiesen, freiwillig Wehrdienstleistende werden nicht nach der Besoldungstabelle der Bundeswehr besoldet. Nach einigen Presseberichten wurden dieses Jahr u.a.

Schutzwesten nachbeschafft: m.mdr.de/nachrichten/bundeswehr266_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html Sogenannten lebensälteren Quereinsteigern wurde bisher die Zeit zwischen dem 21. Lebensjahr und der Einstellung pauschal als Erfahrungszeit angerechnet. Um die Eingangsstufen für diese Gruppe weiterhin attraktiv zu halten, können ihnen nun gleichwertige hauptberufliche Tätigkeiten im öffentlichen Dienst und bisherige Wehrdienstzeiten sowie bestimmte berufliche Qualifikationszeiten und förderliche hauptberufliche Zeiten als Erfahrungszeit angerechnet werden.